Das Zeitalter der Erneuerbaren Energien beginnt

Atom- und Kohlekraftwerke sind Vergangenheit. Für den Strom sorgen Wind, Wasser, Sonne, Biomasse – zu einem deutlich günstigeren Preis als heute. Technische Geräte verbrauchen 20 Prozent weniger Strom und unsere Autos zwei Drittel weniger Sprit. Wir sparen Milliarden Euro an Brennstoffimporten und die Kommunen erzeugen ihre Energie selber – das schafft Einkommen und Arbeitsplätze.

Noch ist dies eine Vision. Doch für Greenpeace hat die Energiewende oberste Priorität.

Energie-(R)Evolution mit Plan

Eine vollständige Stromversorgung mit Erneuerbaren Energien bis 2050 ist machbar. In der Studie „Plan B 2050“ zeigt Greenpeace, wie dieses Ziel schrittweise erreicht werden kann: Demnach gehen alle Atomreaktoren so schnell wie irgend möglich vom Netz, bis 2030 würde jegliche Form der  Kohleverstromung beendet, und bis 2050 gäbe es auch die Brückentechnologie Gas im Stromsektor maximal als Reserve. So wird die Energiewende gleichzeitig zum Motor beim Klimaschutz: Bis 2050 kann der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in Haushalten und Industrie um rund 90 Prozent gesenkt werden.

Atomausstieg 

In Deutschland sind mit Stand 2016 noch acht AKW in Betrieb. Das letzte dieser Kraftwerke soll 2022 stillgelegt werden. Laut Greenpeace-Konzept hätten die deutschen AKW bis 2015 vom Netz gehen können, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Greenpeace fordert einen schnelleren Atomausstieg als 2022  – zur Sicherheit der Menschen und Vorsorge vor Katastrophen, wie sie sich zuletzt 2011 im japanischen Fukushima ereignet hat. Der Strom wird stattdessen aus heimischen Erneuerbaren Energien und bestehenden Stein- und Braunkohlekraftwerken sowie Erdgas und Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen.

Raus aus der Kohle bis 2030

Neue Kohlekraftwerke müssen nicht mehr gebaut werden. Denn bis 2030 verabschiedet sich Deutschland von allen Braunkohle- und den großen Steinkohlekraftwerken, danach sollte der Strommix komplett kohlefrei sein. Die Erneuerbaren Energien liefern bis 2030 rund 60 und bis 2040 rund 80 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Zugleich wird Energie zunehmend effizienter genutzt: minus 16 Prozent Stromverbrauch bis 2030, minus 30 Prozent Verbrauch im Wärmesektor, z. B. durch Wärmedämmung in Haushalten.

Das Zeitalter der Erneuerbaren beginnt

Endspurt zur kompletten Energieversorgung durch Erneuerbare Energien: Gaskraftwerke werden kaum noch gebraucht, sondern dienen maximal als Reserve. Strom wird effizienter erzeugt, auch die Landwirtschaft arbeitet bis 2050 ökologisch, Autos verbrauchen 1,5 Liter auf hundert Kilometer, die Hälfte der Flotte fährt mit sparsamen Elektroautos und Ökostrom. Deutschland braucht 95 Prozent weniger Energieressourcen aus dem Ausland und kann seine  Emissionen um rund 90 Prozent reduzieren. Um bis 2050 auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umzusteigen, kommt es in den nächsten Jahren vor allem darauf an, ein dezentrales Netz flexibler Kraftwerke aufzubauen. Das genaue Gegenteil also von Atomreaktoren und riesigen Braunkohlekraftwerken, die sich nicht schnell und gefahrlos regulieren lassen!

Zukunftsfähig: Energie dezentral

Dezentrale Energieversorgung bedeutet, die Energie nahe am Verbrauchsort zu erzeugen. Idealerweise werden Strom und Wärme gemeinsam produziert und über ein lokales Netz an Privathaushalte, Bürogebäude und Gewerbeeinrichtungen verteilt – die sogenannte Kraft-Wärme- Kopplung (KWK). Dabei können über 80 Prozent der Eingangsenergie genutzt werden. Bei  herkömmlichen zentralen Kraftwerken, die mit fossilen oder nuklearen Energieträgern laufen, ist dies nur ein Bruchteil: 35 bis 45 Prozent.

Quelle: https://www.greenpeace.de/themen/energiewende

Fotoquelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/blauer-himmel-erneuerbare-energie-windturbine-saubere-energie-3976320/

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